VINTAGE ROADTRIP Dreamroads erleben
 
Dreamroads Catalunya – mit der Harley-Davidson Road Glide auf den kurvenreichen Bergstraßen der Pyrenäen.


Dreamroads Catalunya – Motorradtour durch Katalonien und die Pyrenäen

Nicht der schnellste Weg. Der schönste Weg. 

Mittelmeer. Vulkanland. Rote Felsen. Hochgebirgspässe. Sechs intensive Fahrtage für Harley-, Cruiser- und erfahrene Tourenfahrer, die Motorradreisen nicht einfach fahren, sondern erleben wollen.

Zwei Fahrer, zwei Charaktere, zwei V-Twins – gemeinsam unterwegs auf den Dreamroads der Pyrenäen.


Tausche Arbeitsklamotten gegen  Motorradklamotten  

Du stehst mitten im Leben. Beruf, Familie, Verantwortung, Termine – und meistens ist der Kalender voller, als einem lieb ist.

Genau deshalb gibt es diese Momente, in denen du die Arbeitsklamotten abstreifst, deine Motorradjacke überziehst und mit dem ersten Schlag des V-Twins etwas zurücklässt.

Nicht dein Leben. Nur den Alltag.

Auf einem Pyrenäenpass interessiert niemanden, was auf deiner Visitenkarte steht. Es spielt keine Rolle, ob du Unternehmer, Angestellter, Handwerker oder Familienvater bist. Auch das Preisschild am Motorrad entscheidet nicht darüber, ob jemand zu dir passt.

Entscheidend ist etwas anderes: die Leidenschaft fürs Motorradfahren. Gemeinsam an der nächsten Kreuzung warten. Umkehren, wenn im Rückspiegel plötzlich ein Scheinwerfer fehlt. Zusammen über eine großartige Straße lachen. Und nach 250 Kilometern mit staubiger Jeans beim ersten Bier sitzen.

Genau dafür steht Dreamroads Catalunya.

Kleine Gruppen. Unterschiedliche Menschen. Unterschiedliche Motorräder. Und für einige Tage dieselbe Straße vor uns.

Eine Tour verbindet Orte. Ein Roadtrip verbindet Menschen, Maschinen und Momente.


Sechs Tage. Sechs Welten. Eine außergewöhnliche Motorradtour.

Was Dreamroads Catalunya so außergewöhnlich macht, ist nicht ein einzelner berühmter Pass. Es ist der permanente Wechsel der Landschaften.

Am Morgen noch zwischen Weinbergen und Mittelmeer, wenig später auf einsamen Bergstraßen. Vulkanlandschaften wechseln mit jahrhundertealten Natursteindörfern, türkisfarbenen Stauseen und roten Felswelten. Am Ende führen uns die Straßen hinauf in das karge Hochgebirge der Pyrenäen.

Sechs Fahrtage – und beinahe jeden Tag das Gefühl, in einer anderen Welt unterwegs zu sein.

Wir sammeln dabei keine Pässe. Wir suchen Straßen, die eine Geschichte erzählen.

Wo die Pyrenäen ins Mittelmeer fallen

Zwischen Pyrenäen und Mittelmeer – die Côte Vermeille gehört zu den großen Naturüberraschungen von Dreamroads Catalunya.


Hinter den Monts Albères erscheint irgendwann zwischen den Bergen ein schmaler blauer Streifen. Er wird größer – und plötzlich liegt das Mittelmeer vor uns.

An der Côte Vermeille verändert sich der Charakter der Pyrenäen. Felsige Berghänge reichen bis ans Meer, kleine Buchten und Fischerorte liegen zwischen terrassierten Weinbergen. Dazwischen windet sich die Straße immer wieder zwischen Fels und Wasser hindurch.

Collioure ist einer dieser Orte, an denen wir gerne den Motor abstellen. Das besondere Licht und die intensiven Farben lockten bereits Künstler wie Henri Matisse und André Derain an die katalanische Küste.

Wir suchen keine Motive für eine Leinwand. Wir suchen Kurven.

Und finden beides.


Hinter Cerbère überqueren wir beinahe unbemerkt die Grenze nach Spanien. Die Straße zieht weiter entlang der Küste Richtung Cap de Creus. Schroffe Felsen, niedrige Vegetation, Wind und das tiefblaue Mittelmeer bestimmen jetzt das Bild.

Auf dieser Motorradtour durch Katalonien beginnt spätestens hier das Gefühl, das uns in den kommenden Tagen begleiten wird: Der Alltag verschwindet langsam im Rückspiegel.

Die Hände spüren den V-Twin. In der Luft liegen Salz, Kräuter und warme Erde. Vor uns wartet die nächste Kurve.

Matisse suchte hier das Licht. Wir suchen Dreamroads – und finden beides.

Straßen aus Feuer – durch die Garrotxa

Beget – Naturstein, schmale Gassen und katalanische Bergwelt abseits der großen Straßen.


Vom Mittelmeer führt Dreamroads Catalunya zurück in die Berge. Die Straßen werden schmaler, der Verkehr weniger – und irgendwann verschwindet auch die letzte Eile.

Hinter Molló zweigen wir von den großen Verbindungen ab. Kurve für Kurve führt die Straße tiefer in eine Landschaft aus Wald, Fels und kleinen Tälern, bis zwischen den Bergen plötzlich Beget auftaucht.

Natursteinhäuser, enge Gassen, alte Brücken und die romanische Kirche Sant Cristòfol prägen das kleine Bergdorf. Ein Ort, an dem es leichtfällt, den Motor für eine Weile abzustellen.

Wenig später verändert sich die Landschaft erneut. Rund um Olot und die Garrotxa fahren wir durch eine Region, deren Boden von Vulkanismus geprägt wurde. Heute liegen Wälder, Wiesen und kleine Straßen über einer Landschaft, die vor langer Zeit durch Feuer geformt wurde.

Auf dem Motorrad nimmt man diesen Wechsel anders wahr als hinter einer Autoscheibe. Die Luft wird kühler. Es riecht nach Wald und feuchter Erde. Sonnenlicht fällt zwischen den Bäumen auf den Asphalt.

Und irgendwann passiert etwas, das sich nicht planen lässt:

Sobald der Kopf leer wird, steigt die Konzentration auf das Wesentliche – das Motorradfahren.

Blickführung. Bremspunkt. Schräglage. Gas. Die nächste Kurve.

Die Bewegungen werden selbstverständlicher. Mensch und Maschine wachsen langsam zusammen.

Genau hier beginnt für uns das, was eine Dreamroad ausmacht.

Wir suchen keine Lost Places. Meistens finden sie uns

Industriegeschichte in den Pyrenäen – die ehemalige Asland-Zementfabrik von Clot del Moro.


Dreamroads entstehen nicht nur dort, wo die Straße besonders kurvig oder die Aussicht besonders spektakulär ist. Manchmal reicht ein Blick zur Seite.

Auf unserem Weg durch die östliche Serra del Cadí taucht bei Clot del Moro plötzlich eine gewaltige alte Industrieanlage am Berghang auf: die ehemalige Zementfabrik Asland.

Terrassenartig zieht sich der Komplex den Hang hinauf. Stein, Beton und rostige Industriearchitektur stehen zwischen grünen Bergen – eine Szenerie mit der Atmosphäre eines Lost Place.

Wo früher Menschen arbeiteten und Maschinen liefen, ist heute Industriegeschichte erhalten geblieben.
Solche Orte faszinieren uns. Nicht, weil wir verlassene Gebäude betreten wollen, sondern weil sie etwas über die Landschaft und die Menschen erzählen, die hier gelebt und gearbeitet haben.

Wir stellen die Motorräder ab, schauen einen Moment hinauf – und denken wieder an unseren Satz:

Wir suchen keine Lost Places. Meistens finden sie uns.

Dann starten die V-Twins wieder. Wenige Kilometer später gehören die Kurven erneut uns.

Durch Millionen Jahre – Felsen, Schluchten und türkisblaues Wasser

Fels und Wasser prägen die westlichen Pyrenäen – unterwegs zwischen Coll de Nargó, Sort und Tremp.


Je weiter wir nach Westen fahren, desto gewaltiger wird die Landschaft. Die Täler werden tiefer, die Felswände höher und die Entfernungen zwischen den Orten größer.

Über Coll de Jou und Coll de Boix erreichen wir Coll de Nargó. Die Region ist nicht nur ein großartiges Motorradrevier, sondern Teil einer Landschaft, in der Millionen Jahre Erdgeschichte sichtbar werden. Rund um Coll de Nargó und das Becken von Tremp wurden bedeutende Spuren aus der Zeit der Dinosaurier gefunden.

Aber auf dem Motorrad braucht es keine geologische Tafel, um zu spüren, dass sich hier etwas verändert.

Felswände steigen neben der Straße auf. Täler öffnen sich unvermittelt. Hinter einer Kurve leuchtet plötzlich ein Stausee grünblau zwischen den Bergen.

Über Sort und La Pobla de Segur führt unsere Route weiter durch die Pyrenäen. Der Asphalt ist nicht überall perfekt. Flickenteppich, Rollsplit und kleine Schotterbuchten gehören ebenso zu dieser Reise wie die großen, sauber gezogenen Kurven.

Manchmal erinnert die Kulisse der Pyrenäen für einen Augenblick an den amerikanischen Westen.

Genau das macht sie interessant. Hier fährt man nicht auf einer künstlichen Motorrad-Achterbahn. Man fährt durch eine echte Berglandschaft.

Bei einem Tankstopp stehen wir plötzlich vor Felsformationen, die Erinnerungen an Motorradreisen durch den amerikanischen Westen wecken.

Rötliche und graue Gesteinsschichten, kahle Flanken, darüber ein weiter Himmel – für einen Moment könnten unsere beiden V-Twins auch irgendwo in Utah oder Arizona stehen.

Nur dass vor uns kein amerikanischer Highway wartet.

Vor uns liegt die nächste Pyrenäenstraße.

Roadtrip-Luxus in Sopeira: Motorrad abstellen, Jacke aus und für eine Weile ins kühle Wasser.

Irgendwann fragt Martin über die nächste Pause nur noch:

„Ist es noch weit?“

Es ist einer dieser Momente nach Stunden im Sattel, in denen selbst die schönste Kurve kurz an Bedeutung verliert.

Wenig später stehen die Motorräder in Sopeira.

Unterhalb der hohen Berge liegt das Wasser ruhig zwischen den Felsen. Motorradjacke aus. Stiefel aus. Ab ins klare Wasser.

Keine Wellnesslandschaft. Kein Spa. Kein Programm.

Nur ein kleiner Badesteg, kühles Wasser, Berge – und anschließend Tapas.

Mehr braucht es manchmal nicht.

Hinter Sopeira wartet die Straße wieder.


Über Puente de Montañana zieht sie durch eine Landschaft, die erneut wie eine Filmkulisse wirkt. Fels, trockene Hänge und endlose Kurven begleiten uns bis nach Tremp.

Als am Abend die Motorräder vor dem Hotel verstummen und zwei kalte Estrella auf dem Tresen stehen, sind wir müde

Nicht vom Alltag.

Vom Erleben.


Sonnenaufgang über Tremp – der Beginn unseres fünften Fahrtages.


Um sechs Uhr morgens brennt die Urzeit

Noch vor dem Frühstück öffne ich die Vorhänge meines Hotelzimmers. Über den schwarzen Silhouetten der Berge beginnt der Himmel zu glühen.

Erst orange. Dann rot. Schließlich scheint der gesamte Horizont zu brennen.

Für ein paar Minuten stehe ich einfach nur am Fenster und schaue hinaus.

Gestern sind wir durch Landschaften gefahren, deren Geschichte Millionen Jahre zurückreicht. Heute liegen sie wieder vor uns.

Und irgendwo dort draußen wartet bereits die nächste Straße.

Von Tremp führt die Straße über Isona, den Coll de Faidella und den Coll de Bóixols wieder hinauf in die Berge.

Am Pass stehen einige Wanderer am Schild, während wir die Motorräder abstellen. Unser kleiner Vintage-Roadtrip-Aufkleber findet zwischen den vielen anderen Stickern seinen Platz. Schon kommen die ersten Fragen.

Wohin geht die Reise? Wie viel Hubraum hat die Harley? Wie alt ist die Moto Guzzi?

Deutsch, Spanisch, Englisch und schließlich Hände und Gesten – irgendwie funktioniert Motorrad immer.

Dann geht es weiter Richtung Solsona und hinein in eine Landschaft, die sich erneut verändert.

Die steinerne Kathedrale – durch die Serra del Cadí

Pantà de la Llosa del Cavall – türkisfarbenes Wasser, Felswände und eine Straße, die uns immer tiefer in die Bergwelt führt.

Hinter Solsona wird die Straße wieder zu dem, weshalb wir hier sind.

Am Pantà de la Llosa del Cavall treffen türkisfarbenes Wasser und mächtige Felswände aufeinander. Die Straße folgt dem Stausee, verschwindet zwischen den Bergen und zieht uns Kurve für Kurve weiter hinein in die Landschaft.

Später steigen wir über kleine Straßen Richtung Serra del Verd und Serra del Cadí.

Und dann tauchen sie auf.

Rote Felsen.



Rote Felsen, Kiefern und einsame Bergstraßen – unterwegs durch die Serra del Cadí.


Zwischen grünen Kiefern stehen sie wie Mauern und Türme über der Straße. Immer wieder halten wir an. Martin zieht das Handy aus der Tasche, macht noch ein Foto und lacht:

„Das muss ich alles in meinem Guzziclub zeigen.“

Wir fahren weiter. Kurve um Kurve.

Irgendwann muss man nicht mehr darüber nachdenken, was Hände und Füße tun. Blick, Gas, Bremse und Maschine finden ihren eigenen Rhythmus.

Mensch und Maschine wachsen zusammen.

Und plötzlich nimmt man die Umgebung intensiver wahr.

Den Geruch der Kiefern. Die warme Luft. Kräuter am Straßenrand. Das leichte Vibrieren des V-Twins in den Händen. Und den tiefen Auspuffschlag, der für einen Augenblick von den Felswänden zurückkommt.

Die Sinne werden schärfer, während der Kopf immer ruhiger wird.

Vielleicht ist genau das Motorradfahren.

Je tiefer wir in die Bergwelt eintauchen, desto intensiver verändern sich Farben und Formen der Landschaft.


Irgendwann braucht selbst die schönste Straße eine Pause.

In Tuixent stellen wir die Motorräder ab. Tapas, eine kalte Limonade und ein paar Minuten im Schatten.

Martin schaut noch einmal durch die Bilder auf seinem Handy. Wir sind erst seit dem Morgen unterwegs – und trotzdem fühlt es sich an, als hätten wir an diesem Tag bereits mehrere Landschaften durchquert.



Über La Seu d’Urgell führt uns die Straße anschließend Richtung Andorra.

Am Nachmittag frage ich Martin:

„Noch eine Dreamroad?“

Nach all den Kurven, Pässen und Felsen schaut er mich an:

„Kann man das alles noch toppen?“

Wir versuchen es.

Freiheit kann erstaunlich leise sein

Oberhalb von Sant Julià de Lòria zeigt Andorra seine stille Seite – Berge, Wälder und Straßen fernab vom Trubel der Hauptstadt.


Statt direkt nach Andorra la Vella zu fahren, biegen wir bei Sant Julià de Lòria noch einmal ab.

Die Straße steigt an. Mit jedem Höhenmeter wird der Verkehr weniger. Häuser verschwinden, der Wald rückt näher und schließlich öffnen sich grüne Wiesen unter schroffen Berggipfeln.

Nach diesem intensiven Fahrtag fahren wir plötzlich anders.

Ruhiger.

Nicht, weil die Straße weniger interessant wäre. Sondern weil es nichts mehr zu beweisen gibt.

Wir lassen die Motorräder laufen, folgen den Kurven und genießen die letzten Kilometer dieses Tages.

Kiefern ziehen vorbei. Kühler Bergwind kommt durch die geöffneten Visiere. Unter den Händen arbeitet der V-Twin.

Kein Termin. Keine Nachricht. Keine Familienlogistik. Für diesen Moment gibt es nur die Straße, die Motorräder und zwei Freunde irgendwo in den Bergen Andorras.

Freiheit kann erstaunlich leise sein.

Wenig später ist die Stille vorbei.

Wir rollen hinunter nach Andorra la Vella. Verkehr, Geschäfte, Menschen, Motorroller – nach den einsamen Bergstraßen der vergangenen Stunden fühlt sich die Hauptstadt beinahe wie eine andere Welt an.

Am Hotel beginnt die nächste Herausforderung: Wohin mit den Motorrädern?

Unsere Sorge quittiert die junge Frau an der Rezeption mit einem Lächeln:

„Hey guys, Andorra is safe!“


Am Abend finden wir abseits der vollen Einkaufsstraßen ein kleines italienisches Restaurant. Calamari, Käse, Gemüse, Insalata Caprese und ein Glas spanischer Rosé.

Ich will von Martin wissen, welche Straße ihm bisher am besten gefallen hat.

Er überlegt.

Eigentlich sei jeder Tag ein Highlight gewesen. Er müsse sich um nichts kümmern, sagt er. Route, Wetter und Tagesplanung seien vorbereitet. Er könne einfach hinterherfahren und genießen.

Ich frage noch einmal nach seinem persönlichen Favoriten.

Martin lacht:

„Ich bin total geflasht – einfach alles!“

Der letzte Pass – nicht der schnellste Weg zurück

Der letzte Fahrtag beginnt mit einer einfachen Entscheidung.

Die schnellste Verbindung zurück nach Foix kennen wir. Sie würde uns über die N20 relativ direkt Richtung Ax-les-Thermes führen.

Aber wir sind nicht sechs Tage durch die Pyrenäen gefahren, um am letzten Morgen plötzlich den kürzesten Weg zu nehmen.

Nicht der schnellste Weg. Der schönste Weg.

Also zeigen die V-Twins noch einmal bergauf.

Coll d’Ordino, 1.980 Meter – noch einmal hinauf in die stille Bergwelt Andorras.

Über Ordino gewinnen wir schnell an Höhe. 

Hinter uns bleibt das geschäftige Andorra la Vella zurück, vor uns erhebt sich die Bergwelt rund um den Pic de Casamanya.

17 Grad. Klare Bergluft. Wenig Verkehr.

Genau richtig für einen letzten langen Tag im Sattel.





Über 2.000 Meter – Road Glide und Moto Guzzi auf dem Weg durch die Hochpyrenäen.


Über den Port d’Envalira auf 2.408 Metern führt uns die Route noch einmal ganz hinauf. Danach wartet der Col de Puymorens.

Die Straße ist gut, die Kurven fließen – und nach sechs Fahrtagen brauchen weder Martin noch ich viele Worte.

Die beiden Motorräder könnten unterschiedlicher kaum sein. Moderne Road Glide auf der einen Seite, ältere Moto Guzzi California auf der anderen.

Doch inzwischen haben beide denselben Rhythmus gefunden.

Kurve für Kurve.

Col de la Llose, 1.866 Meter – die großen Straßen liegen längst hinter uns.

Hinter Mont-Louis verlassen wir die größeren Verbindungen wieder.

Kleine Straßen führen durch Wälder und über Hochflächen.

Der Verkehr verschwindet beinahe vollständig.

Am Col de la Llose stehen wir wieder dort, wo wir uns auf dieser Reise am wohlsten fühlen.

Motorrad. Berge. Straße.

Sonst nicht viel.



Pause bei Chez Pépino am Col de la Llose – regionale Küche statt schneller Tankstellen-Snack.

Bei Chez Pépino bleiben wir länger als geplant.

Freundliche Menschen, regionale Küche und diese besondere Ruhe, die man nur an Orten findet, an denen niemand versucht, einen möglichst schnell wieder vom Tisch zu bekommen.

Martin schaut über die Berge und sagt:

„Hier würde ich gerne noch einen weiteren Tag bleiben. Keine Hektik, Natur pur und super Essen.“

Ein Satz, den man eigentlich als Kompliment an die gesamte Reise verstehen könnte.







Über kleine Straßen folgen wir der Aude Richtung Mijanès.

Und dann wartet noch eine Überraschung.

Port de Pailhères.

Die Straße beginnt zu steigen. Kurven stapeln sich übereinander, die Vegetation wird spärlicher und die Aussicht immer weiter.

In einer der engen Passagen kommt uns ein Wohnmobil entgegen, das beinahe die gesamte Straßenbreite benötigt. Tempo herausnehmen, Linie korrigieren, vorbei.

Danach geht es weiter bergauf.

Port de Pailhères – Serpentinen, Hochgebirge und ein letzter großer Tanz durch die Pyrenäen.


Oben am Pass zeigt das Schild 2.001 Meter.

Wir stellen die Motorräder ab. Die Hände sind warm, der Kopf voller Kurven.

Ein französisches Wanderpaar übernimmt unsere Kamera und macht das obligatorische Gipfelfoto.

Martin schaut noch einmal zurück auf die Straße, die wir gerade heraufgefahren sind.

Dann grinst er:

„Das war ja cooler als das Stilfser Joch.“

2.001 Meter und ziemlich gute Laune – am Col de Pailhères.


Die Abfahrt führt uns hinunter nach Ax-les-Thermes. Die Luft wird wärmer, die Berge rücken langsam auseinander.

Bei einem Café au lait erzähle ich Martin noch von ein paar Pässen, die ich für eine mögliche Verlängerung der Tour ausgekundschaftet habe.
Er hört sich das eine Weile an.

Dann reicht es ihm.

„Mehr geht nicht. Lass uns entspannt nach Foix fahren, eine Runde in den Pool, die Mopeds aufladen und danach schön in den alten Gassen essen gehen.“

Manchmal weiß der Mitfahrer besser als der Tourguide, wann eine Reise vollständig ist.

Zurück in Foix – sechs Fahrtage, weit über tausend Kilometer und genügend Geschichten für mehr als einen Abend.


Am Abend sitzen wir wieder in den alten Gassen von Foix.

Die Motorräder stehen bereits verladen. Vor uns Risotto mit Garnelen und ein Glas Rosé.

Sechs Tage zuvor haben wir hier unsere Motorräder vom Anhänger gerollt. Damals lagen die Pyrenäen noch vor uns.

Jetzt liegen sie hinter uns.

Mittelmeer und Vulkanland. Regen und Sonne. Natursteindörfer und alte Industrie. Türkisfarbenes Wasser, rote Felsen und hohe Pässe. Menschen, die wir nur für wenige Minuten getroffen haben und trotzdem nicht vergessen werden.

Wir waren wegen der Kurven gekommen.

Doch hinter fast jeder Kurve wartete eine Geschichte.

Vielleicht ist das der Unterschied:

Eine Tour verbindet Orte. Ein Roadtrip verbindet Menschen, Maschinen und Momente.


Passt Dreamroads Catalunya zu dir?

Dreamroads Catalunya ist keine Motorradtour zum Kilometerfressen – aber auch keine gemütliche Sightseeing-Runde. Sechs Fahrtage durch die Pyrenäen verlangen Konzentration, Kondition und Erfahrung auf kurvenreichen Bergstraßen.
Dafür bekommst du genau das, weshalb wir Motorrad fahren: kleine Straßen, enge Kehren, großartige Landschaften und dieses besondere Gefühl, wenn nach einigen Tagen Fahrer, Motorrad und Straße ihren gemeinsamen Rhythmus gefunden haben.


Das solltest du über die Tour wissen

  • Fahrtdauer: 6 intensive Fahrtage
  • Tagesetappen: ca. 220–270 km
  • Fahrzeit: etwa 5–6 Stunden reine Fahrzeit pro Tag, zuzüglich Pausen und Stopps
  • Fahrkönnen: Stufe 2–3 – Erfahrung mit Pässen, engen Kehren und kurvenreichen Bergstraßen sollte vorhanden sein
  • Straßen: von sehr gutem Asphalt bis zu Flickenteppich und Rollsplit; Park- und Aussichtsbuchten sind teilweise geschottert
  • Motorräder: Harley-Davidson, Cruiser und andere tourentaugliche Motorräder
  • Gruppengröße: idealerweise 5–8 Motorräder
  • Reisezeit: besonders attraktiv im späten Frühjahr sowie Spätsommer/Frühherbst
  • Verlängerung: die Tour lässt sich um 2–3 zusätzliche Fahrtage erweitern

Wichtig ist nicht die Marke, sondern dass dein Motorrad zu dieser Reise passt. Extreme Custombikes mit sehr breiten Hinterreifen, hohen oder besonders breiten Lenkern, geringer Reichweite oder eingeschränkter Schräglagenfreiheit können auf den engen Passstraßen schnell an ihre Grenzen kommen.

Zu zweit auf dem Motorrad? Sehr gerne – aber mit etwas Planung.

Dreamroads Catalunya lässt sich auch zu zweit auf dem Motorrad erleben. Sechs aufeinanderfolgende Fahrtage mit vielen Kurven und Pässen sind für Fahrer und Beifahrer jedoch intensiv.
Deshalb empfehlen wir bei einer Reise mit Sozia oder Sozius, zusätzliche Zeit einzuplanen – beispielsweise einen Ruhetag oder eine verlängerte Variante der Tour. Bei entsprechenden Gruppen kann außerdem ein Begleitfahrzeug das Gepäck übernehmen.
So bleibt mehr Platz auf dem Motorrad – und mehr Energie für die Straßen, wegen denen wir hier sind.

Zu lange Anreise? Dein Motorrad kann vorausfahren.

Nicht jeder möchte vor dem eigentlichen Roadtrip bereits mehr als tausend Kilometer Autobahn im Motorradsattel verbringen.
Deshalb kann die An- und Abreise zu Dreamroads Catalunya auf Wunsch individuell organisiert werden. Neben der klassischen Eigenanreise mit Motorrad, Pkw und Anhänger besteht die Möglichkeit, die Motorräder vorab per professionellem Motorradtransport in die Region bringen zu lassen.
Du selbst reist anschließend entspannt mit Flugzeug oder Bahn an. Je nach Tourtermin und gewähltem Transportkonzept können beispielsweise Toulouse oder Girona geeignete Anreisepunkte sein. Von dort wird die weitere Organisation auf die jeweilige Reise abgestimmt.
Auch Reisegepäck kann – abhängig vom beauftragten Transportunternehmen – zusammen mit dem Motorrad transportiert werden. So beginnt der eigentliche Urlaub nicht mit einem langen Autobahntag, sondern dort, wo die Straßen interessant werden.

Motorrad voraus. Du reist entspannt hinterher. Und gemeinsam starten wir dort, wo die Dreamroads beginnen.


Du fährst. Wir kümmern uns um den Roadtrip.

Eine großartige Motorradreise entsteht nicht dadurch, dass man möglichst viele berühmte Pässe miteinander verbindet.

Die eigentliche Arbeit beginnt lange vor dem ersten Start des Motors: Straßen auswählen, Etappen abstimmen, Unterkünfte finden, Wetter und Straßenzustände beobachten, Tankstopps einplanen und genau die kleinen Umwege entdecken, die später zu den schönsten Erinnerungen werden.

Bei Vintage Roadtrip übernehmen wir diese Vorbereitung.

Du steigst morgens auf dein Motorrad und weißt: Vor dir liegt eine Straße, die wir nicht am Schreibtisch ausgesucht, sondern selbst erfahren haben.

Handverlesene Straßen statt Routen von der Stange

Unsere Touren entstehen nicht nach dem Prinzip „schnell von A nach B“. Wir suchen kleine Bergstraßen, Pässe, Schluchten und Landschaften, die zum Motorrad und zur Gruppe passen.

Dabei geht es nicht darum, jeden bekannten Pass abzuhaken. Manchmal ist die namenlose Straße hinter einem kleinen Dorf die bessere Dreamroad.

Nicht der schnellste Weg. Der schönste Weg.

Kleine Gruppen statt anonymer Motorradkolonne

Dreamroads funktionieren für uns am besten in kleinen Gruppen. Deshalb planen wir Dreamroads Catalunya idealerweise mit 5 bis 8 Motorrädern.

Das hält die Gruppe beweglich, erleichtert gemeinsame Stopps und lässt Raum für das, was unterwegs passiert.

Denn wir möchten nicht mit zwanzig Motorrädern möglichst schnell einen Tagesplan abarbeiten.

Wir möchten gemeinsam Motorrad fahren.

Dein Tourguide fährt vorne – nicht dein Navi

Eine Abzweigung suchen, ständig auf das Navi schauen oder überlegen, ob die kleine Straße vor uns wirklich die richtige ist?

Das übernehmen wir.

Der Tourguide kennt die geplante Route und behält Tagesetappe, Pausen, Tankmöglichkeiten und Wetterentwicklung im Blick. Wenn sich Bedingungen ändern, kann die Route entsprechend angepasst werden.

Für dich bedeutet das: weniger organisieren, weniger navigieren – mehr Motorrad fahren.

Genau das brachte Martin am Ende unserer Reise auf den Punkt: Route und Tagesplanung waren vorbereitet. 

Er musste eigentlich nur eines tun:

hinterherfahren und genießen.

Zeit für die Geschichten hinter der nächsten Kurve

Ein Roadtrip besteht für uns nicht nur aus Asphalt.

Deshalb gehören kleine Bergdörfer, Aussichtspunkte, ein Café auf der Plaza, regionale Küche oder ein unerwarteter Stopp genauso zur Reise wie die großen Pässe.

Und manchmal steht plötzlich eine alte Industrieanlage am Straßenrand.

Wir suchen keine Lost Places. Meistens finden sie uns.

Genau für solche Momente darf ein Tagesplan auch einmal ein paar Minuten warten.

Unterkünfte, die zum Roadtrip passen

Nach fünf oder sechs Stunden auf dem Motorrad braucht es nicht zwingend fünf Sterne.

Es braucht ein gutes Bett, eine Dusche, etwas Ordentliches zu essen – und möglichst einen sicheren Platz für die Motorräder.

Deshalb wählen wir Unterkünfte passend zur jeweiligen Tour und zum gewünschten Reisekonzept aus. Je nach Gruppe und Budget kann das vom persönlichen kleinen Hotel bis zur komfortableren Unterkunft reichen.

Entscheidend ist für uns nicht die Anzahl der Sterne.

Entscheidend ist, dass der Ort zum Roadtrip passt.

Anreise und Motorradtransport auf Wunsch mitgedacht

Auch die lange An- und Abreise muss nicht zwangsläufig im Motorradsattel stattfinden.

Auf Wunsch unterstützen wir bei der Organisation von Motorradtransport sowie An- und Abreise per Flugzeug oder Bahn. Die konkrete Lösung stimmen wir auf Tourtermin, Teilnehmer und Ausgangsort ab.

So sollen deine wertvollen Urlaubstage möglichst dort stattfinden, wo Motorradfahren wirklich Spaß macht.

Gemeinsame Leidenschaft und genügend Raum für die Geschichten unterwegs – so verstehen wir einen Vintage Roadtrip.


Vielleicht ist genau das der größte Luxus einer geführten Motorradreise:

Für einige Tage nicht selbst alles planen, organisieren und entscheiden zu müssen.

Morgens Motorradjacke an. Motor starten. Dem Tourguide folgen.

Und sich auf das konzentrieren, weshalb man überhaupt hier ist.

Motorradfahren.


Häufige Fragen zu Dreamroads Catalunya

Du überlegst, ob Dreamroads Catalunya zu dir und deinem Motorrad passt? Hier findest du Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Strecke, zum Fahrkönnen, zur Gruppe und zur Anreise.

Wie anspruchsvoll ist Dreamroads Catalunya?

Die Tour richtet sich an Motorradfahrer mit Erfahrung auf kurvenreichen Bergstraßen. Du solltest dein Motorrad sicher beherrschen und mit engen Kehren, längeren Passfahrten und wechselnden Straßenbelägen umgehen können.

Wir ordnen die Tour dem Fahrkönnen Stufe 2–3 zu. Gefahren werden täglich etwa 220 bis 270 Kilometer bei ungefähr fünf bis sechs Stunden reiner Fahrzeit. Pausen, Fotostopps und gemeinsame Einkehr kommen hinzu.

Wir fahren dabei nicht auf Zeit. Entscheidend ist ein sicherer, flüssiger Fahrstil und dass die Gruppe gemeinsam unterwegs ist.

Welche Motorräder eignen sich für die Tour?

Dreamroads Catalunya wurde mit einer Harley-Davidson Road Glide und einer Moto Guzzi California erfahren – die Route ist aber nicht auf eine bestimmte Marke beschränkt.

Geeignet sind Harley-Davidson, Cruiser und andere tourentaugliche Motorräder, sofern sie genügend Reichweite, Schräglagenfreiheit und ein gutes Handling auf engen Bergstraßen bieten.

Extreme Custombikes mit sehr breiten Hinterreifen, besonders hohen oder breiten Lenkern, kleinen Tanks oder stark eingeschränkter Schräglagenfreiheit sind für diese Tour weniger geeignet.

Im Zweifel sprechen wir vor der Reise gemeinsam darüber, ob dein Motorrad zur Strecke passt.

Kann ich Dreamroads Catalunya mit Sozia oder Sozius fahren?

Ja. Allerdings sind sechs aufeinanderfolgende Fahrtage durch die Pyrenäen auch für den Beifahrer intensiv.

Bei einer Reise zu zweit empfehlen wir deshalb, über einen zusätzlichen Ruhe- oder Erlebnistag nachzudenken. Die Tour kann entsprechend verlängert werden. Abhängig vom jeweiligen Reisekonzept kann bei einer Gruppe mit mehreren Sozias beziehungsweise Soziussen auch ein Begleitfahrzeug für das Gepäck sinnvoll sein.

Dadurch bleibt das Motorrad leichter – und der gemeinsame Roadtrip entspannter.

Wie groß sind die Gruppen?

Wir möchten keine Motorradkolonne durch die Pyrenäen führen.

Für Dreamroads Catalunya halten wir eine Gruppe von etwa 5 bis 8 Motorrädern für ideal. Dadurch bleiben wir beweglich, können spontan anhalten und haben abends tatsächlich noch gemeinsam an einem Tisch Platz.

Kleine Gruppen sind für uns kein Nebendetail – sie gehören zum Konzept von Vintage Roadtrip.

Wann ist die beste Reisezeit?

Besonders interessant sind Mai und Juni sowie Ende August und September. Dann bieten die Pyrenäen häufig gute Bedingungen für ausgedehnte Motorradtage, während es in den tieferen Regionen und an der Mittelmeerküste meist angenehmer ist als in der Hochsommerhitze.

Im Juli und August können die Temperaturen insbesondere in Küstenregionen und Tälern deutlich über 30 °C steigen. In den Hochlagen kann es dagegen auch im Sommer überraschend kühl werden.

Deshalb gehören Wetterbeobachtung und flexible Tagesplanung bei einer Pyrenäentour immer dazu.

Wie erfolgt die Anreise in die Pyrenäen?

Du kannst klassisch mit dem eigenen Motorrad oder mit Pkw und Motorradanhänger anreisen.

Wer die lange Autobahnanreise vermeiden möchte, kann auf Wunsch auch einen professionellen Motorradtransport nutzen und selbst mit Bahn oder Flugzeug anreisen. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt vom Tourtermin, Ausgangsort und gewählten Reisekonzept ab.

Vintage Roadtrip unterstützt auf Wunsch bei der Organisation und Abstimmung der passenden An- und Abreise.

Weitere Fragen beantworten wir gerne im FAQ-Bereich


Bereit, deine Arbeitsklamotten gegen Motorradklamotten zu tauschen?

Sechs Fahrtage. Mittelmeer und Pyrenäen. Vulkanlandschaften, rote Felsen, türkisfarbenes Wasser und Pässe über 2.000 Meter.

Aber am Ende sind es nicht die Kilometer und Höhenmeter, an die du dich erinnern wirst.
Es sind die Straßen. Die Menschen. Das erste Schmutzbier nach einem langen Fahrtag. Ein Espresso auf einer kleinen Plaza. Der Moment, wenn der Motor verstummt und du einfach nur in die Berge schaust.

Du möchtest Dreamroads Catalunya selbst erleben?

Alle Informationen zur geführten Motorradreise – Reisetermine, Preise, Leistungen, Motorradtransport und verfügbare 

Plätze – findest du in unserem aktuellen Tourenangebot.


DREAMROADS CATALUNYA SELBST ERLEBEN


Vielleicht beginnt dein nächster Roadtrip genau hier.


Wir sehen uns auf der Straße.

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